Erstveranstaltung des Landauer Gründerzentrums ein voller Erfolg

Am vergangenen Mittwoch, den 12.03.2014 war es soweit: Die Erstveranstaltung des Landauer Gründerzentrums fand in der Hauptstraße 11 statt.

Die Initiative wurde von den Landauer Unternehmern Bernhard Akula, Tobias Beer und Philipp Thannhuber, Stadtratskandidaten von „Landau Gefällt mir“ mit der Unterstützung des Bürgermeisterkandidaten Alexander Schweikl ins Leben gerufen. Ziel des Gründerzentrum ist es, Unternehmer und Gründer nach Landau anzulocken und gleichzeitig Leerstände in Landau zu beseitigen. Die drei Unternehmer haben etwa ein Jahr an dem Konzept gefeilt, bis sie es nun im Kreis Landauer Unternehmer präsentierten. Neben der Vorstellung des Konzepts selbst gab es einen Fachvortrag zum Thema „Open-Source-Software in kleinen und mittelständischen Unternehmen“.

Bernhard Akula, Tobias Beer und Philipp Thannhuber leben bereits die Idee des Landauer Gründerzentrums und haben ihre innovativen Firmen im Stadtzentrum angesiedelt. Sie hoffen, dass es bald mehr werden könnten.

Bernhard Akula, Tobias Beer und Philipp Thannhuber leben bereits die Idee des Landauer Gründerzentrums und haben ihre innovativen Firmen im Stadtzentrum angesiedelt. Sie hoffen, dass es bald mehr Unternehmer ihnen gleichtun werden.

Nach einem Sektempfang und der Begrüßung durch Bernhard Akula präsentierten Tobias Beer und Philipp Thannhuber das Konzept für Landau. Tobias Beer analysierte den Status Quo in Landau: „Zur Zeit gibt es im sanierten Bereich der Altstadt mindestens ein Dutzend Leerstände. Nimmt man den Bereich der Ludwigstraße hinzu, sind es schon über 20. Dagegen kämpft man nun schon seit knapp 20 Jahren an, und das mit mäßigem Erfolg, trotz Altstadtsanierung und Tiefgaragenbau. Und auch im Bereich zwischen altem Postgebäude und dem früheren Real ist in den letzten fünf Jahren eine deutliche Abwärtsspirale zu beobachten, das Problem verschärft sich rasant.“ Die meisten Leerstände haben zwischen 80 und 150m². Deshalb berechnete Philipp Thannhuber zwei Fallbeispiele, für Lebensmitteleinzelhandel und Textileinzelhandel, ob sich so ein Geschäft rechnen könnte. „Wenn wir in Landau eine gute Frequenz hätten, und ein Lebensmittelhändler auf einer Fläche von 125m² einen branchenüblichen Umsatz von 4020€ pro Quadratmeter Verkaufsfläche erzielen würde, würde er 460,63€ pro Monat als Verdienst erwarten können. Ich denke, uns muss klar werden, dass dies nicht geschehen wird. Die Belebungsversuche der letzten Jahre haben ja sichtlich nicht funktioniert und es erscheint nicht sonderlich erfolgsversprechend, 40 Leerstände mit weniger als 150m² Verkaufsfläche mit Einzelhandel beleben zu wollen. Es sind dringend neue Ideen erforderlich, zumal die erfolglose Belebung der letzten Jahre und Jahrzehnte bereits erhebliche Spuren in der Bausubstanz hinterlassen hat.“

Die beiden Unternehmer haben sich zahlreiche Konzepte für Gründerzentren in Deutschland, Österreich und der Schweiz angesehen. Ähnlich wie in Villach und anderen österreichischen Städten sollen die beiden komplementären Ziele „Unternehmensansiedlung“ und „Leerstandsbeseitigung“ in Landau erfolgreich angegangen werden. Deshalb wurde die Initiative „Landauer Gründerzentrum“ ins Leben gerufen. Im ersten Schritt werden nun eine Veranstaltungsreihe mit Fachvorträgen, eine zertifizierte Anlaufstelle für Gründer, Co-Working-Spaces für Unternehmer sowie zentrale Einrichtungen wie Drucken, Kopieren, Kuvertieren und Anrufannahme eingerichtet. Sobald der Internetausbau vorangeschritten ist, kann man auch über eine zentrale Serverinfrastruktur für Landau nachdenken. Außerdem ist dringend ein aktives Leerstandsmanagement nötig, damit man erst einmal abschätzen kann, welcher Investitionsbedarf in den verschiedenen Leerständen vorhanden ist, bis diese überhaupt wieder genutzt werden können.

Referenten (v. l. n. r.) Philipp Thannhuber, Werner Scharinger, Tobias Beer und Bernhard Akula

Referenten (v. l. n. r.) Philipp Thannhuber, Werner Scharinger, Tobias Beer und Bernhard Akula

Der anschließende Fachvortrag von Werner Scharinger, Vorstandsvorsitzender der Catura AG aus Passau, drehte sich um das Thema „Open-Source-Software in kleinen und mittelständischen Unternehmen“. Anhand vieler Beispiele erklärte der Software-Spezialist, wie Unternehmen von Open-Source-Software profitieren können und wie das Geschäftsmodell der entsprechenden Anbieter funktioniert.

Nach den beiden Vorträgen entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Alle Unternehmer kamen zu dem Schluss, dass dieses Konzept hervorragend ist und unbedingt weiterverfolgt werden soll, hoffentlich auch mit Unterstützung des neuen Bürgermeisters und des neuen Stadtrates.

Am 12. Mai soll es dann die zweite Veranstaltung geben, dann mit dem Thema „Onlinemarketing – praktische Erfahrungen und Umsetzungskonzepte“, ein sehr drängendes Thema für viele Unternehmer.

Hier der Link zur Präsentation von Philipp Thannhuber und Tobias Beer

140312 Präsentation Gründerzentrum III

2 Gedanken zu “Erstveranstaltung des Landauer Gründerzentrums ein voller Erfolg

  1. Ich finde die Idee sehr gut und ausbaufähig. Auch wäre ich gerne zu der Veranstaltung teilgenommen, hatte jedoch einen länger geplanten Sitzungstermin. Den Termpn für die 2. Veranstaltung werde ich mir nach Möglichkeit freihalten.
    Weiter so!

  2. Hallo Barbara,

    das soll auf alle Fälle keine Eintagsfliege bleiben. Wir planen die nächste Veranstaltung für den 12. Mai. Im Moment warten wir noch, bis sich der Staub der Wahl etwas gelegt hat.

    Tobi

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