„Die Ideen der Jugend hören“

Florian Mock regt Gründung von Jugendbeirat an

Interview aus der Landauer Zeitung vom 15.11.2016

„Florian Mock hat in der jüngsten Sitzung des Stadtrats die Einführung eines Jugendbeirats angeregt. Die LZ hat nachgefragt und sich die Idee näher erklären lassen.

Herr Mock, Sie wünschen sich einen Jugendbeirat für die Stadt – wie kommen Sie auf die Idee?

Florian Mock: Wir haben ja einen Seniorenbeirat, der sehr gute Dienste leistet. Auf die gleiche Art und Weise könnte man die Jugend miteinbinden. Regensburg beispielsweise hat so einen Jugendbeirat bereits eingeführt. Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren konnten dafür kandidieren. 21 Jugendliche wurden gewählt und bilden nun mit vier Mitgliedern des Stadtjugendrings den Jugendbeirat. Dieses Gremium trägt die Interessen von Jugendlichen und Kindern in den Stadtrat und sensibilisiert dafür. Natürlich müsste man die genauen Modalitäten für Landau noch ausarbeiten. Ich habe meine Idee und das Infomaterial daher auch an unsere Jugendreferentin Maria Weinzierl gegeben.

Glauben Sie, dass ein Jugendbeirat genügend Interessenten findet? Es gab ja schon mal den Jugendstadtrat, mittlerweile ein Projekt der Vergangenheit.

Florian Mock: Ich bin mir sicher, dass man dafür Interessenten findet. Es gibt beispielsweise eine europaweite Studie, die besagt, dass die Jugend zwar wenig Vertrauen in die Politik hat, es aber eine hohe Bereitschaft gibt, sich zu engagieren. Man musste die Arbeit aber anders aufziehen, als es beim Jugendstadtrat der Fall war. Wichtig wären ein eigener Etat, die Führung durch Bürgermeister und Jugendreferentin, so unter dem Motto „Fördern und Fordern“. Einen Versuch sollte man auf alle Fälle starten, finde ich. Es geht darum, ein Angebot zu schaffen, mit dem man zeigt, dass die Stadt der Jugend Gehör schenkt.

Mit welchen Themen könnte sich so ein Jugendbeirat befassen?

Florian Mock: Da gibt es im Prinzip wenig Grenzen. Alle Ideen sind gefragt. Natürlich muss man sich in einem realistischen Rahmen bewegen. Die Anregungen für Themen könnten außerdem auch vom Stadtrat selbst kommen: Wenn wir beispielsweise ein Thema wie den Mehrgenerationenpark diskutieren, dann könnte man ja den Jugendbeirat bitten, dazu auch ein Konzept aus seiner Sicht auszuarbeiten. So ein Beirat könnte vieles vertiefen, was der Stadtrat zeitlich einfach nicht leisten kann. Ich glaube, dadurch könnten interessante neue Blickwinkel entstehen.“

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