Landauer Kulturszene?

Angesichts der Vielzahl unterschiedlicher Verwendungsweisen des Wortes „Kultur“ erscheint es sinnvoll, anstatt von einem Kulturbegriff besser von vielen Kulturbegriffen zu sprechen.
Einer der Begriffe ist die „Kulturszene“. Das ist ein bestimmter Ausschnitt, der gemeinhin wiederkehrende Kulturereignisse definiert.
Als bekannte Beispiele dafür möchte ich den Landgasthof Hager in Niederhausen, die Wildthurner Kunsttage, das Haus 111 in Wildthurn, die Eichendorfer Kultur anführen. Das sind Beispiele für eine bestehende Kulturszene in der näheren Umgebung.
In Landau fehlt eine Kulturszene in diesem Sinne. Es gibt keine regelmäßigen, wiederkehrenden Kulturereignisse in Landau.
Landau ist deshalb nicht kulturlos, nein, zum Glück nicht. Wir haben den Kastenhof, die Stadthalle, Museen, wir haben ganz neu das KuKi (Kulturkino).
Die „Landauer Kultur“ lebt jedoch nur von Eigeninitiativen. Wir haben einheimische Musikgruppen die eigene Veranstaltungen organisieren. Wir haben einige Vereine, die sich im weitesten Sinne der Kultur verschrieben haben, natürlich.
Trotz eines städtischen Kulturamts, trotz eines Kulturbeauftragten im Stadtrat mangelt es in Landau an einer Kultur- Zuständigkeit, an einer Kultur-Organisationsplattform. Landau hat keine Verantwortlichkeit für eine kontinuierliche Landauer Kulturszene.
Das Landauer Kulturherz schreit nach Anschub und Belebung. Dazu gehört ein Kulturzentrum Landau, ein Kulturkalender Landau, ein Landauer Kulturfrühling, ein Landauer Kultursommer, ein Landauer Kulturherbst, ein Landauer Kulturwinter.
Für eine Landauer Kulturszene braucht es ein Kulturforum, einen Kulturausschuss, eine Gemeinschaftsaktion, eben eine Szene, die sich um die Kultur kümmert.

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2 Gedanken zu “Landauer Kulturszene?

  1. Es stimmt schon, dass eine übergreifende Organisation fehlt. Allerdings habe ich aus vergangenen Veranstaltungen gesehen, dass das Kulturamt, das es ja gibt, durchaus hilfsbereit ist, wenn es darum geht, Plakate zu verteilen usw.

    Da aber dort offensichtlich mehrere Funktionen auf wenige Personen (oder nur eine Person?) zusammenlaufen, habe ich das Gefühl, dass viel mehr auch nicht drin ist. Veranstaltungen wie das geniale Kneipenfestival vergangenes Jahr (danke TVL – auch wenn einige der restlichen Veranstaltungen eher so lala waren, war das Kneipenfestival ein echter kracher) müsste man in einer Regelmäßigkeit organisieren, vielleicht in Form eines eigenen Vereins mit Unterstützung der Stadt. Dass so etwas von der Stadt selbst organisiert wird, kann ich mir irgendwie kaum vorstellen – dazu sind ja Mengen an Freiwilligen nötig, die ehrenamtlich den Abend reißen. Im Veranstaltungskalender der Stadt Landau finden sich leider zur Auffüllung massenhaft Wiederholungen … das Angebot könnte teils schon etwas breiter gefächert sein. Wir wohnen direkt neben der Stadthalle, teils ist es beängstigend, wie wenig dort los ist, obwohl man ja mit Stadthalle und Kuki zwei echt schöne und variable Locations mitten in der Stadt hat (und dann gibts ja auch noch den Kastenhof und viele Biergärten) …

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