LGM hat neue Vorstandschaft

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Die neue Vorstandschaft von LGM

Am Donnerstagabend traf sich der Verein „Landau gefällt mir“ im Gasthaus „Zum Oberen Krieger“ zur Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen der Vorstandschaft. Dabei löste Matthias Kohlmayer Rainer Hochstetter als Vorsitzenden ab. Zunächst berichtete der Vorsitzende Rainer Hochstetter über die Vereinsaktivitäten der vergangenen zwei Jahre. Besonders hervorgehoben wurde der Erfolg der Veranstaltung „Knedl und Kraut“ in der Stadthalle zugunsten des Förderkreises Niederbayerisches Archäologiemuseum sowie die erst kürzlich mit reger Teilnahme durchgeführte Fahrt zur Landesausstellung „Bier in Bayern“ nach Aldersbach. Zum wiederholten Male hat LGM in diesem Jahr auch wieder am Faschingsmarkt teilgenommen. Vorsitzender Rainer Hochstetter dankte dem Organisationsteam um Uwe Frank für das Rekordergebnis in diesem Jahr. Im Anschluss verabschiedete sich die scheidende Vorstandschaft mit einem politischen Rückblick der ersten beiden Vereinsjahre. Größter politischer Erfolg war aus Sicht von LGM die Breitbandinitiative, ohne die Landau wohl immer noch mit Schneckeninternet versorgt wäre.

„Es war richtig, das Thema ein Jahr vor der Kommunalwahl auf die Agenda zu setzen. Erst die deutschlandweite Berichterstattung im Handelsblatt auf Initiative von LGM über die missliche Lage der Stadt hat zu Bewegung in der Sache geführt“, so Philipp Thannhuber. Als weiteren großen Erfolg der vergangenen beiden Jahre wurde die Einführung des Ratsinformationssystems sowie die sich abzeichnende Verbesserung der Transparenz im Rathaus erachtet. „Die vergangene Berichterstattung zum Thema Referenten im Stadtrat zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, wenngleich offensichtlich Teile des Stadtrates, der Stadtverwaltung und der Bürgermeister noch Probleme mit Transparenz und eigenständig denkenden Stadträten haben“, so scheidender Stellvertreter Philipp Thannhuber.

Nach dem Bericht des Kassenprüfers und der Entlastung des Vorstandes wurde die neue Vorstandschaft gewählt. Satzungsgemäß durften Rainer Hochstetter und Philipp Thannhuber nicht mehr für den Vorstand des Vereins kandidieren, um das Rotationsprinzip einzuhalten. „Wir wollen nicht, dass sich einzelne als Vereinsvorstand festbeißen und diese es neuen Mitgliedern erschweren, das Vereinsleben mit zu gestalten“, so 1. Vorsitzender Rainer Hochstetter. Tobias Beer erklärte, dass man so klar verhindern möchte, dass junge Mitglieder von alteingesessenen Mitgliedern ausgebremst werden, so wie es in anderen Stadtratsfraktionen der Fall ist. Die Vorstandschaft von LGM dankte den Stadträten Tobias Beer, Florian Mock und Alexander Schweikl für ihren unermüdlichen Einsatz. „Es freut uns, dass unsere Stadträte problemorientiert arbeiten und nicht amtsorientiert“, so Rainer Hochstetter. Gewählt wurde zum neuen 1. Vorsitzenden Matthias Kohlmayer, Stellvertreterin wurde Bettina Kleiner. Kassier wurde Rainer Hochstetter mit den beiden Kassenprüfern Florian Mock und Florian Landauer. Als weitere Beisitzer wurden Uwe Frank und Philipp Thannhuber gewählt.

Im Anschluss wurde rege zum Thema „Referenten“ diskutiert. Stadtrat Tobias Beer erklärte, dass ein Bürgermeister sehr große Freiheit in seiner Amtsführung habe und er in dieser offen und gemeinschaftlich mit seinen Stadträten umgehen oder eben seine Kompetenzen maximal ausreizen kann. Es sei bedauerlich für den Stadtrat, dass der Bürgermeister sich für die zweite Variante entschieden hat. „Er macht es dadurch nicht nur für andere schwierig, sondern am meisten für sich selbst“, so Tobias Beer. Philipp Thannhuber bestärkte die Referenten Schweikl und Mock und erklärte, dass auch der Bürgermeister verstehen muss, dass er kein Diktator ist. Anstatt sich in einem Kleinkrieg mit LGM zu verausgaben, sollte sich der Bürgermeister vielmehr mit der fremdenfeindlichen und offenbar gut organisierten AfD in Landau auseinandersetzen. Ziel von „Landau gefällt mir“ sei es, die Probleme der Bürger zu lösen und nicht politische Grabenkämpfe zu führen. Der neue Vorsitzende bedankte sich für das Vertrauen und versprach, den Verein mit Elan weiter zu führen. Auch Bettina Kleiner, Lehrerin an der Grundschule Marklkofen, freut sich sehr auf ihre neue Aufgabe.